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Hans Jürgen Sittig                                      

W o r t - F o t o - S c h a u s p i e l
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mobil   0178-5104830

 

 

 

 
Die schönsten Gedichte gelingen meist
dann, wenn der Autor völlig entspannt
und ohne störende Einflüsse von außen
seinen stillen Gedanken nachgehen kann.

als Wikinger

 

 

 

 

Seit April 2016 die 2. Auflage:

 

 

Mein neuer Band mit 90 Gedichten

und Geschichten

 

 

 

Warum dieser Titel „Honigmuscheln“?

Dieser Begriff soll die Verschiedenartigkeit meiner Gedichte und Gedanken zum Ausdruck bringen. Doch „Samtbeton“ oder „Butterstahl“ fand ich nicht so gut.

Da sind auf den ersten 107 Seiten zunächst einmal die heiteren und sehr unernsten Texte, die leicht zugänglich sind mit einer vergleichsweise „weichen“ und „süßen“ Anmutung.

Andererseits gibt es aber auch die „schwerere Kost“. Sind es im Kapitel „Liebe“ noch warmherzig-euphorische Liebesgedichte, so „verhärten“ sich ab Seite 108 die Gedanken im Kapitel „Schmerz“ mehr und mehr zu Bildern vom Scheitern und vom Verlust. Bis die letzten Kapitel „Hoffnung“ und "Was soll werden" wieder etwas mildere Töne anschlagen. Dennoch sind gerade einige dieser Texte sehr nachdenklich und besorgt.

Der Begriff „Honigmuscheln“ entstand, als mein Blick auf die Muscheln fiel, die ich auf einer Andalusien-Reise am Atlantik gesammelt hatte. Dieser Kontrast aus warmen Farben und harten kantigen Schalen gab schließlich den Ausschlag.

 

Ich freue mich sehr über diese erste Zusammenarbeit mit dem noch jungen Dauner EIFELBILDVERLAG, der sich einem spannenden und immer weiter gespannten Themenspektrum öffnet.  

 

 

"Honigmuscheln", 90 Gedichte und Geschichten, 216 Seiten, Eifelbildverlag, 10,90 €

ISBN Print     978-3-9814113-8-6

ISBN ebook   978-3-9814113-9-3

 

 

 

 

 

 Beispiele:

 

- Krimigedicht 1

- Krimigedicht 2

- Krimigedicht 3

- Schicksal

- Liebesgedicht

- Tiergedicht

 

 

 

 

Beispiel  Krimigedicht 1

 

 

Ein guter Start ins neue Jahr

 

...

 

Ihr großer Traum war bald verflogen,
Nachdem sie einst zusammenzogen.
Denn er war launisch und gemein,
Das Leben wurde ihr zur Pein.

Er war ein Arschloch durch und durch,
Gefühlvoll wie ein toter Lurch.
Selbst Kinder waren ihm ein Graus,
Sie hielt das alles nicht mehr aus.

 

Und machte sie auch so verdrossen,
Dass sie grad neulich hat beschlossen,
Zu lindern ihre ärgsten Sorgen,
Und zwar an diesem Neujahrsmorgen.

 

Die Pillen waren ziemlich teuer,
Selbst ohne eine Mehrwertsteuer.
Doch sind sie sehr beliebt bei Mördern,
Um rasch ins Jenseits zu befördern.

 

Frisch presst sie Saft, ganz wie er’s liebt,
In den sie dann noch Zucker gibt.
Schnell lösen sich dann auch die Pillen,
Die ihn wahrscheinlich sehr bald killen.

 

ER spricht grad leis in süßem Ton
Ganz zärtlich in sein Telefon,
Und flirtet heiß mit der Geliebten
Und fühlt im Himmel sich –  im siebten.

 

...

 

 

 

Beispiel  Krimigedicht 2

 

 

Advent (inspiriert von Loriot)

 

...

 

Denn seine Frau ist nun bereit,

Dass sie sich heut von ihm befreit.

Des Metzgers große Fleischeslust

Bracht ihr seit Jahren nur noch Frust.

 

Die Damenwelt ist voller Schwärmen,

Sie konnt an seinem Charme sich wärmen.

Und viele Frauen sind entzückt,

Weil er sie gern und oft beglückt

 

Sogar im Haus „Seniorenfrieden“

Hat er die Damen nicht gemieden.

So unersättlich konnt er sein,

Doch ihr, ihr wurde das zur Pein.

 

 

 

...

 

 

 

Beispiel  Krimigedicht 3

 

 

Der Ausflug

 

Herr Meier ist ein ganz, ganz Stiller,

Das Gegenteil von einem Killer.

Ein Pensionär, lieb und bescheiden,

Jedoch hat er ein böses Leiden:

 

Herr Meier lebt nicht ganz allein,

Das ist sein Pech: Er ist zu zwei’n.

Ottilie Meier ist ein Drachen,

Sie lässt die Türen immer krachen.

 

Und sie entfacht mit jedem Streit

Und niemand mag sie weit und breit.

Sie kann nicht putzen und nicht kochen

Und schnarcht auch nachts wie'n alter Rochen.

 

Sie spricht nicht, sondern faucht und keift,

Und Meiers Plan ist lang gereift,

Sie endlich, endlich zu entsorgen,

Am liebsten heute oder morgen.

 

...

 

 

 

Beispiel 4  Schicksal

 

Krähen

 

Neulich ging ich den Hügel hinauf, begleitet vom Gelächter der Krähen. Sie scheuten sich nicht in ihren schwarzen Anzügen

auf dem nahen Acker meine Träume zu beerdigten. Sie lachten sicher, weil sie leichtes Spiel hatten mit dem Wenigen, was sie

mir hatten stehlen können. Vom Kirchturm klang es dumpf herüber, als hielte die heisere Glocke die Zeit gefangen, die mir noch

zugeteilt werden sollte. Dann stand ich oben und schaute zum Horizont, wo der Sturm der vergangenen Nacht hastig seine

Tränen begrub. Auch der stand nicht zu seinen Gefühlen. Die Krähen schon. Aber die wollten ihre Weisheit nicht mit mir teilen.

 

 

 

 

Beispiel 5  Liebesgedicht

 

Deine Flügel

 

Lass meine Seele immer nah an Deinem Mut verweilen

Dein Lied der Zuversicht wird meine Angst zerstreuen

Lass meine Zweifel zwischen Deinen Worten heilen

Ich will mein Leben nicht mehr länger scheuen

 

Mein Glück schien mir verloren in der Ferne

Doch weil mein Schicksal Dir vertraut

Kommt es zurück damit ich lerne

wie man ein Haus aus Liebe baut

 

Dies Glück will ich mit Dir verschwenden

In einem Haus voll Zärtlichkeit

Ich pflück Dir Rosenblüten von den Wänden

Und web aus Liebeswünschen Dir ein Kleid

 

...

 

 

 

Beispiel 6  Tiergedicht

 

Das Glück des Nilpferds

 

Das Nilpferd Gerd war ziemlich eitel

Vom hintern Ende bis zum Scheitel.

Er hasste auch sich zu versauen

Und ließ sich eine Dusche bauen.

 

Gerd mied auch seine Artgenossen,

Die viel zu oft mit Schlamm begossen.

Statt dessen ging er eigne Wege

Und frönte oft der Körperpflege.

 

Trotzdem war er von sanftem Wesen

Und liebte sehr das Zeitungslesen.

Da las er eines Tags von Pferden,

Sie seien das schönste Tier auf Erden.

 

Ein Foto brachte den Beweis:

Darauf ein Schimmel, groß und weiß

Mit schwarzen Augen voller Glanz

Und hinten dran – ein Pferdeschwanz.

 

Jetzt wusste Gerd was er begehrte

Was er als Pferd vom Nil entbehrte.

Sein Pferdeschweif – das war der Gipfel –

War lediglich ein kleiner Zipfel.

 

...